Top-Leistung - unsere Damen holen Silber!

Das Frauen-Hockeyteam des Luzerner SC brilliert beim Finalturnier um den Schweizermeistertitel, doch am Schluss schafft es den ganz grossen Coup leider nicht. In einem hochstehenden Final gegen den Erzrivalen RW Wettingen verlieren sie knapp mit 2:1. Die LSC-Herren werden Vierte, enttäuschen aber nicht wirklich.

Bereits beim Halbfinalspiel vom Samstag gegen ein aufsässiges Black Boys aus Genf musste der LSC an die Leistungsgrenze gehen. Gegen die defensiv sehr gut organisierten Genferinnen lagen die LSC-Frauen mit 1:0 im Rückstand ehe Linda Röthlin nach einer gelungenen Kombination mit Rebecca Wagner den Ausgleichstreffer erzielte. Das war die Wende zum Guten für die Luzernerinnen. Carina Zimmermann belohnte nach einer gelungenen Einzelleistung den grossen Einsatz ihres Teams mit dem Treffer zum 2:1. Bis zum Schluss blieb das Spiel aber aufs Messers Schneide, zumal Genf nicht aufgab und zu zwei hochkarätigen Chancen kam, die von der herausragenden Luzerner Keeperin Sandra Schori vereitelt wurden. Am Ende jubelte der LSC und qualifizierte sich planmässig für das Finalspiel gegen RW Wettingen, der zuvor GC mit einem klaren 8:0 in die Schranken gewiesen hatte. Von Beginn weg entfaltete sich das Finalspiel spektakulär und ausgeglichen – hier standen sich zwei Teams auf Augenhöhe gegenüber. Nach einem Ballverlust und dem darauf folgenden Gegenstoss ging Wettingen nach 8 Minuten in Führung, doch wenig später erzielte Sarina Meier mittels Penalty den Ausgleich. Der LSC überraschte seinen Gegner weiter mit einem kräfteraubenden, aggressiven Pressing. Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte gelang Wettingen nach einer gekonnten Einzelleistung die Führung. Dieser Schlag irritierte die Luzernerinnen für einige Minuten. Das Spiel wurde etwas fahriger – Wettingen beschränkte sich auf die Sicherung des Resultats und der LSC kam erst gegen Ende der Partie gefährlicher vors gegnerische Tor. Am Ende tauschte der LSC die Keeperin mit einer weiteren Feldspielerin, doch diese taktische Massnahme erzielte nicht die erhoffte Wirkung. Am Ende setzte sich wie im Jahr zuvor RW Wettingen durch, und dem LSC blieb die Erkenntnis, dass man nicht weit weg von der absoluten Spitze ist.

LSC Männer mit Pech

Das junge Männerteam (Durchschnittsalter unter 20 Jahren) verspielte am Samstag seine Chance im Halbfinalspiel gegen Olten. Obschon über lange Zeit überlegen, setzten sich die Luzerner nicht durch. Kurz von Ende der Partie beim Stand von 2:2-Unentschieden konnten sie eine kurze Ecke nicht verhindern, welche die Oltner in letzter Sekunde zum Siegestreffer verwerteten. Das attraktive Spiel um Bronze gegen Basel endete nach der regulären Spielzeit 3:3, das anchliessende Penaltyschiessen entschieden dann die glücklicheren Basler für sich. Für das junge LSC-Team um Spielertrainer Manuel Greder war das Turnier besser, als es der Anschein erweckt. Die Luzerner haben spielerisch nicht enttäuscht, sie sind vielleicht aufgrund der mangelnden Routine gescheitert. Das junge Team hat aber die Qualität und das Potential an jene Erfolge zu knüpfen, die nicht so lange zurück liegen. Am Ende wurde immerhin LSC-Spieler Sebastian Schneider zum besten Spieler des Finalturniers erkoren – ein verdienter Lohn für eine herausragende Leistung des Luzerner Internationalen. Die beiden besten Hallenhockeyteams der Schweiz stellte wiederum RW Wettingen. Nach den Frauen gewannen die Wettinger Männer das Finale mit 4:1 gegen Olten.

Angel Gonzalo