Auf nach Wettingen!

Die beiden LSC-Hockeyteams kämpfen am Wochenende um den Hallenmeistertitel in Wettingen – ein erneuter Versuch, die Hegemonie von Rotweiss Wettingen zu durchbrechen. Vorerst müssen aber Olten bzw. GC geschlagen werden.

Linda Röthlin ist eine Stütze im LSC-Frauenteam. Die 27jährige Dentalassistentin ist für defensive Aufgaben verantwortlich und geht resolut zur Sache. Für das Halbfinalspiel vom Samstag gegen Olten strahlt sie Optimismus aus: «Zuerst müssen wir uns auf den HC Olten konzentrieren. Ich bin überzeugt, dass wir diese Hürde schaffen. Dann haben wir im Finale nichts zu verlieren.» Und der Finalgegner wäre sehr wahrscheinlich erneut RW Wettingen. In der Tat, vorab bei den Frauen ist die Hockeystadt Wettingen eine Macht, dennoch gibt sich Röthlin kämpferisch: «Im Sport ist alles möglich, die Hoffnung bleibt bis zum Schlusspfiff bestehen. Wichtig ist, dass wir nicht das Gefühl haben uns verstecken zu müssen.» Derzeit sind beim LSC alle an Bord. Linda Röthlin: «Wir können auf volle Luzerner Frauenpower zählen für die Endrunde.» Ihr Kollege Sebastian Schneider (27) muss mit seinem Team zuerst GC in die Schranken weisen. Laut Schneider liegen die Stärken der Zürcher in der Defensive und schnellen Kontern. In der Meisterschaft hat der LSC gegen GC einmal unentschieden und einmal knapp mit 3:2 gewonnen. Sollte der Finaleinzug gelingen, ist der Captain der Schweizer Nationalmannschaft zuversichtlich: «RW Wettingen ist jedes Jahr ein heisser Kandidat für den Meistertitel. In einem allfälligen Finale gegen diesen Gegner würde die Partie wohl erst im letzten Viertel entschieden. Wichtig wird sein, das Momentum auf die eigene Seite zu zwingen und schwache Phasen möglichst zu überstehen.» Der letzte Hallentitel des LSC liegt bereits fünf Jahre zurück. Höchste Zeit also für das junge Team, das Glück zu erzwingen. Die LSC-Frauen spielen am Samstag um 12.00 Uhr gegen Olten, ihre Clubkameraden um 14.00 Uhr gegen GC. Am Sonntag sind die Finalspiele angesagt.