Landhockey NLA: gute Leistungen, zu wenig Punkte

LSC-Männer holen nur einen Punkt aus zwei Heimspielen

Am 2. und 3. Oktober hatten bot sich den Luzerner SC Landhockey 1. Herren die Chance, den bisher enttäuschenden Saisonauftakt vergessen zu machen. Nach zwei spielerisch guten Partien aber nur einem Unentschieden wurde man dem eigenen Leistungsanspruch nicht gerecht.

Bereits der Samstag zeichnete dieses unausgewogene Doppelwochenende: Die Männer in Grün waren ihren Gegnern Servette HC - Hockey sur gazon aus Genf keinesfalls unterlegen. Spielkontrolle, Tempo und die richtigen Ideen waren vorhanden, um das Spiel zu gestalten und in Führung zu gehen. Doch waren es drei Konter und kurze Ecken, die die Genfer schon bis zur Halbzeitpause mit 0:3 in Führung brachten. Auch nach dem Seitenwechsel gaben die Luzerner das Spiel keinesfalls aus der Hand, erspielten sich kurze Ecke um kurze Ecke – doch der Ball wollte nicht im Tor landen. Folgerichtig setzte Servette mit dem 0:4 den Schlusspunkt.

Leider sollte sich am Sonntag ein ähnliches Bild zeigen. Selbstbewusst und voller Spielfreude startete das Heimteam, zeigte bis in den Kreis der Gegner vom Hockey Club Olten die wohl beste Leistung der letzten Monate und ging nach einer kurzen Ecke sogar mit 1:0 in Führung. Der Ausgleich, ebenfalls nach einer Strafecke, kam aus dem Nichts und das Drama auf dem Utenberg nahm seinen Lauf. Der LSC blieb ununterbrochen spielbestimmend doch mit dem Eintritt in den gegnerischen Kreis fehlten jegliche smarten Aktionen und präzisen Abschlüsse. Nach einem Konter gingen die Gäste mit 1:2 in Führung. Erst kurz vor Schluss gelang es Küng durch sein Tor die kämpfenden Luzerner zumindest mit einem Unentschieden in das Shootout zu retten.

Auch hier blieb das Team aber ohne Spielglück und unterlag mit 1:3. Unterm Strich bleibt es ein Wochenende zum Vergessen, der 5. Platz in der Gesamttabelle aber auch die Erkenntnis, zwar das Totschiessen aber keinesfalls das Hockeyspielen verlernt zu haben. „We will be back!“


LSC-Frauen sind am Schweizermeister dran

Ähnlich wie den Männern erging es auch den Luzerner SC Landhockey Damen. Am Sonntag begrüssten sie im einzigen Heimspiel diesen Herbst die amtierenden Schweizermeister des Hockey Club Olten auf dem Utenberg. Eine ausgeglichene und hart umkämpfte Partie wurde wegen einer unachtsamen Phase der Gastgeberinnen bereits im zweiten Viertel vorentschieden, als die Oltnerinnen innerhalb von zwei Minuten zwei Tore schiessen konnten. Nach dem Seitenwechsel kamen die LSC-Frauen durch einen platzierten Eckenschuss von Zimmermann zwar noch zum Anschlusstreffer. Der Ausgleich wollte aber trotz diversen hochkarätigen Chancen nicht fallen.

Die Enttäuschung ist nach so einer Niederlage natürlich gross. Schaut man jedoch 4 Monate zurück, als die Luzernerinnen im Halbfinale der letzten Saison gegen denselben Gegner noch mit 0:6 untergingen, ist eine klare Aufwärtstendenz sichtbar. Nun heisst es weiterarbeiten und den Schwung mitnehmen, damit im letzten Spiel der Vorrunde gegen Black Boys Genf ein Sieg und drei wichtige Punkte eingefahren werden können.


Telegramm Männer:

Luzerner SC vs. Servette HC 0:4 (0:3)

Luzerner SC vs HC Olten 2:2 (1:1); n.P. (1:3)

Kader: Kleikemper, Bütler, Schneider, Horvath, Appel, Schwehr, Hamm, Bosmans, Andereggen, Wicki, Greder, Häfeli, Küng, Bur, Casagrande

Coach: Tanuscio


Telegramm Frauen:

Luzerner SC – HC Olten 1:2 (0:2)

Kader: Renner, S. Meier, Suter, Koelmans, Kleikemper, Fontana, Zimmermann, Bühner, L. Meier, Thüring, Zepf, Achermann, Böschenstein, Schäfer, van Erp.

Coach: Tanuscio